Gewaltprävention an Schulen - „Wir sind ein starkes Team“
Unter diesem Motto, arbeitet ein Expertenteam gemeinsam mit Schülerinnen, Schülern, Eltern und Lehrerinnen/Lehrern der vierten Schortenser Grundschulklassen auf dem Gebiet der Gewaltprävention.
Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist vielfältig und macht auch vor dem ländlichen Raum keinen Halt. Körperliche, auch sexuelle Gewalt, Erpressung und insbesondere Mobbing, gerade mit Hilfe der neuen Medien wie Handy und Internet sind Dinge, mit denen sich Kinder auseinandersetzen müssen, um nicht zum Opfer, vielleicht aber auch nicht zum Täter zu werden.
Frau Doris Fuhlbohm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schortens hat seit 2006 ein Team aus Fachleuten diverser Berufsgruppen um sich geschart, das jeweils zu Beginn des vierten Grundschuljahres in den Schulen mit einfachen Mitteln pragmatische Vorbeugungsarbeit leistet.
Dabei erarbeiten Schüler, Lehrer und Eltern an einem Vormittag zunächst getrennt von einander unter fachlicher Leitung vier beispielhafte Fälle von Gewalt, bevor es abschließend in einer Art „Plenum“ zum Austausch der Ergebnisse untereinander und zur Mitteilung der Wünsche aneinander kommt.
In der Folgewoche findet dann noch in der Schule ein Selbstbehauptungs-training für die Mädchen und ein Deeskalationstraining für die Jungen statt.
Flankiert wird das Projekt durch Lehrer- und Elternfortbildungsangebote.
Das Team:
- Doris Fuhlbohm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schortens,
- Dr. Markus Ennen, Facharzt für Allgemeinmedizin,
- Wiard Wümkes, Polizeibeamter und Ansprechpartner für Kriminalprävention,
- Markus Gand, Dipl. Pädagoge, Zentrum für Gewaltprävention,
- Mark Schollmeier, Dipl. Pädagoge, Jugendzentrum Pferdestall
- Petra Schmidt, Trainerin für Wendo (Selbstbehauptungstraining für Mädchen),
- Rainer Reiß, Deeskalationstrainer
- Susanne Kranhold, Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt „Schlüsselblume“
Die Finanzierung des Programms „Wir sind ein starke Team“, an dem sechs der sieben Schortenser Grundschulen teilnehmen, erfolgt durch Zuschüsse von Stadt und Landkreis, Eigenbeteiligung der Schulen und Spenden.
Hier sind die bastelnden Netzwerkfrauen der „Vitrine“ jedes Jahr ein unver-zichtbarer Baustein!
Dr. Markus Ennen engagiert sich ehrenamtlich seit 2009 in diesem Projekt.
Sollten Sie durch Spenden den Fortbestand dieser Arbeit in der Gewaltvor-beugung unterstützen mögen, so sprechen Sie uns bitte an.
Ein Presseartikel aus dem Niedersächsischen Ärzteblatt (Ausgabe 12.2011).
Letze Aktualisierung dieser Seite: 28.2.2012
