Typhus und Paratyphus

Der Typhus (Typhus abdominalis) wird durch Bakterien (sog. Salmonellen) verursacht.

Nach einer Inkubationszeit von 1 bis 3 (3) Wochen entwickelt sich zunächst hohes Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl und Verstopfung. Im weiteren Verlauf können u.a. erbsbreiartige Durchfälle, Hautrötungen (sog. Roseolen) und eine Schwellung von Leber und Milz auftreten. Komplikationen wie Darmdurchbruch und Bauchfellent-zündung können tödlich verlaufen. Weitere Komplikationen sind Hirnhaut-, Lungen-, Herz- und Knochen-Entzündungen.

Der Paratyphus zeigt ein ähnliches Krankheitsbild in meist abgeschwächter Form.

Die Typhusbakterien werden während und nach der Erkrankung von den Infizierten durch den Stuhl ausgeschieden. Bei Verdacht auf Typhus sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Die Diagnose ist aus dem Blut, später aus dem Stuhl zu sichern.

Die Erreger der Typhuserkrankungen sind weltweit verbreitet. Die jährliche Gesamt-zahl des Typhus abdominalis wird auf ungefähr 17 Millionen Erkrankungen und 600.000 Todesfälle geschätzt. Vor allem aus Ländern mit mangelhaften hygienischen und sanitären Verhältnissen werden gehäuft und wiederholt Typhuserkrankungen gemeldet. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert, u.a. aus Pakistan, Indien, Thailand, Indonesien, Ägypten, Türkei und Marokko. Laut Schätzungen importiert einer von 30.000 Fernreisenden einen Typhus abdominalis.

Übertragung

Die Erreger werden auf fäkal-oralen Weg über verunreinigte Nahrungsmittel (v.a. ungewaschene Früchte, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch) als auch und vor allem durch Trinkwasser bei unzureichenden hygienischen Verhältnissen aufgenommen. Ebenfalls kann es durch den direkten Kontakt mit Dauerausscheidern oder Erkrankten zur Ansteckung kommen. Der direkte Übertragungsweg von Mensch-zu-Mensch ist jedoch nur von untergeordneter Rolle und spielt insbesondere bei unzureichend eingehaltenen hygienisch-sanitären Massnahmen eine Rolle.

Schutz

Sorgfältige persönliche Hygienemaßnahmen, die strikte Achtung auf einwandfreies Trinkwasser sowie eine optimale Vor- und Zubreitung verzehrter Lebensmittel („peel it, cook it oder forget it“) sind der beste Schutz vor einer Ansteckung.

Eine präventive Typhus-Schutzimpfung ist insbesondere bei Reisen in die Risikogebiete Asiens und Nordafrikas, speziell unter einfachen Reiseverhältnissen (z.B. Trekking-touren) als auch für Katastrophenregionen mit regionalen Ausbrüchen empfohlen.

Vereinbaren Sie einen Termin für unsere reisemedizinische Sprechstunde unter 04461/74300. Zur Vorbereitung hierauf können Sie sich unseren allgemeinen Fragebogen herunterladen.

Fortbildungszertifikat der ÄKN für Dr. Markus Ennen 2016

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