Schlangenbiss und Skorpionstich

Vor allem in den Tropen und Subtropen gibt es viele Arten von Gifttieren. Und fast jeder hat die eine oder andere abenteuerliche Geschichte über Begegnungen mit einer Schlange oder einem Skorpion schon einmal gehört.

Für Touristen sind sie jedoch nur selten gefährlich. Statistisch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden höher als durch den Biss einer Giftnatter, Viper oder dem Stich eines Skorpions.
Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass nur wenige Menschen wissen, wie sie im Notfall richtig handeln sollen. Denn auch wenn die Wahrscheinlichkeit für einen Schlangenbiss oder Skorpionstich gering ist, ist sie nicht gleich Null. Insbesondere Kinder sind gefährdet, denn Gifttiere dosieren ihr Gift nicht, Kinder erhalten die gleiche Dosis wie ein Erwachsener.

Vor allem aber existieren viele falsche Vorstellungen darüber, was im Notfall zu tun ist. So darf die Bissstelle weder eingeschnitten noch ausgesaugt oder ausgepresst werden. Sie sollte auch nicht abgebunden, gekühlt oder gewärmt werden. Und dem Opfer sollte auch niemals ein „beruhigendes“ Schnäpschen, ein „den Kreislauf anregender“ Kaffee oder ein „stärkender“ Imbiss gegeben werden! Dies verschlimmert die weitere Entwicklung.

Richtig ist es: nach einem Schlangenbiss oder Skorpionstich keine Zeit zu verlieren und sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen. Denn Schlangebisse sind stets als potentiell lebensbedrohlich anzusehen und die Therapie mit einem Antiserum gehört ausschließlich in die Hand eines Arztes. Jede Selbstanwendung ist lebensgefährlich. Bis dahin sollte man beruhigend auf den Betroffen einwirken und jede Panik vermeiden - auch wenn das Opfer plötzlich blass wird, sich erbricht oder Schweißausbrüche bekommt. Dies sind oftmals keine Hinweise auf eine Vergiftung, sondern Stresssymptome. Denn tatsächlich verläuft jeder zweite Schlangenbiss „trocken“, also ungiftig.

Hilfreich ist es, die betroffene Extremität ruhig zu stellen, Ringe und Armbänder zu entfernen und nach Möglichkeit, das Gifttier zu identifizieren, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

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Fortbildungszertifikat der ÄKN für Dr. Markus Ennen 2016

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