Chagas-Krankheit

Die Chagas-Krankheit, auch „Amerikanische Trypanosomiasis“ genannt, ist in Süd- und Mittelamerika weit verbreitet. Dort sind etwa 12 Millionen Menschen infiziert und es kommt zu etwa 45.000 Todesfällen jährlich. Seit einigen Jahren kommt die Chagas-Krankheit auch in den südlichen Teilen der USA, besonders in Texas, vor.

Übertragung

Die Erkrankung wird durch den einzelligen Erreger Trypanosoma cruzi verursacht. Haus- und Wildtiere wie Hunde, Katzen, Nagetiere, Opposums und Gürteltiere dienen dem Parasiten als Wirt ohne selbst zu erkranken. Eine Übertragung auf den Menschen erfolgt über die Raubwanze Triatoma infestans. Beim Stich der Wanze werden die Erreger mit dem Kot zusammen auf die Haut gebracht und dringen durch Haut- oder Schleimhautläsionen ein.

Weitere Infektionsquellen sind Bluttransfusionen und Organtransplantationen, sowie eine plazentale Übertragung. Es wird auch von Infektionen berichtet, die durch den Verzehr von kontaminierten Früchten und Fruchtsäften erworben wurden. In diesen Fällen wurden die Früchte ohne Reinigung gegessen oder gepresst.

Symptomatik

Im akuten Stadium der Erkrankung kann es zu einer Schwellung an der Einstichstelle (Chagom) und Fieber kommen. Weitere Symptome sind Muskel- und Knochen-schmerzen, Abgeschlagenheit, Durchfälle und eine Leber-Milz-Schwellung.

Im chronischen Stadium, das Jahre bis Jahrzehnte später auftreten kann, kann es ausgedehnten Herzschädigungen mit tödlichen Folgen kommen.

Im akuten Stadium kann der Erreger mit einer speziellen Methode im Blut nachgewiesen werden. Antikörpersuchteste liefern erst etwa sechs Monate nach Infektion ein zuverlässiges Ergebnis.

Therapie

Die Therapie der Chagas-Krankheit erfolgt durch die Einnahme spezieller Tabletten über mindestens zwei Monate.

Vorbeugung

Die nachtaktive Raubwanze lebt bevorzugt in Spalten von Lehmhütten und Ställen. Eine Prophylaxe kann durch Haus- und Wohnraumhygiene mit Fliegengittern, Moskitonetzen und Insektiziden erzielt werden.

Quelle: CRM Centrum für Reisemedizin

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