Dengue-Fieber

Dengue-Fieber kommt in mehr als 100 tropischen und subtropischen Ländern außerhalb Europas endemisch vor und gehört mittlerweile zu den häufigsten Virusinfektionen, die von Fernreisen mitgebracht werden. In Deutschland wurden 2014 über 600 Importfällen im Jahr gemeldet. Epidemien von sog. Dengue Hämorrhagischem Fieber (DHF) sind vor allem in Südostasien immer wieder zu beobachten und lassen dort vor allem Kinder in großer Anzahl erkranken und auch versterben. Weltweit erkranken zurzeit über 300 Millionen (!!!) Menschen am Dengue-Fieber.
Typische Infektionsländer sind Thailand, Indien, Indonesien, Sri Lanka, Brasilien, wo es in den vergangenen Jahren zu wiederholten Epidemien kam. Das Dengue-Risiko ist in den Endemiegebieten saisonal unterschiedlich, während der Regenzeit ist es erhöht.

Erreger und Übertragung

Erreger des Dengue-Fieber sind Flaviviren (4 Typen) die von tagaktiven Stechmücken, vor allem Aedes aegypti übertragen werden. Gelbfiebermücken bevorzugen Lebensräume nahe menschlichen Besiedlungen. Sie legen ihre Eier in Wasserlachen in herumliegenden Autoreifen, Blumenvasen und Regenwassertonnen.

Symptomatik

Nach einer Inkubationszeit von 3-14 Tagen kommt es zum Auftreten von grippeartigen Beschwerden mit plötzlicher Fieberanstieg bis 40ºC, Schüttel-frost, starken Kopf-, Muskel- und Gelenkbeschwerden. Nach 48-96 Stunden hohen Fiebers kommt es oft zu einer vorübergehenden Entfieberung, auf die nach 1-2 Tagen ein erneuter Fieberanstieg mit gleichzeitigem Erscheinen eines Hautausschlags am gesamten Körper (außer Gesicht) folgt. Bei den meisten Betroffenen dauert es Wochen, bis sie sich körperlich wieder erholt haben.

Das sogenannte „Dengue Hämorrhagisches Fieber (DHF)“ bzw. „Dengue Schocksyndrom“ tritt vor allem bei Kindern unter 15 Jahren und nach Zweitinfektion auf. Hier sind ein schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Erbrechen und Luftnot kennzeichnend. 2–6 Tage nach Krankheitsbeginn beginnt die Schocksymptomatik mit Blutungsneigung (Haut, Nasenbluten, Magen-Darmblutungen, Hirnblutungen) Die Sterblichkeit dieser schweren Verlaufsformen liegt zwischen 6% und 30%.

Diagnostik

Virusnachweis aus dem Blut während der ersten 3–7 Krankheitstage bzw. Nachweis von spezifischen Antikörpern ab 8. Krankheitstag.

Therapie

Da es keine spezifischen Medikamente gegen das Virus gibt, bleiben nur symptomatische Maßnahmen (Fiebersenkung, Schmerzstillung, Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich).Wegen verstärkter Blutungsneigung sollte man auf keinen Fall Acetylsalicylsäure [ASS, Aspirin®] sondern z. B. Paracetamol einsetzen.

Vorbeugung

Ende 2015 wurde mit dem Impfstoff DENGVAXIA® die erste Schutzimpfung gegen den Erreger des Dengue-Fiebers zugelassen. Allerdings sind drei Impfungen im halbjährlichen Abstand notwendig, um einen bestmöglichen Impfschutz herzustellen. Der Impfstoff wirkt wohl auch nicht gegen alle vier Untertypen des Dengue-Erreger gleich, so dass aktuell der konsequente Schutz vor Mückenstichen die wirksamste und für Urlaubsreisende praktikabelste Maßnahme bleibt: Unbedeckte Hautstellen mit einem Insekten abwehrenden Mittel, das entweder Dimethyl- Phtalat (DPT), Diethyl-m-Toluamid (DEET) oder Bayrepel® enthält, einreiben; dabei besonders für Kleinkinder die Gebrauchsinformation des Herstellers beachten.

Vereinbaren Sie einen Termin für unsere reisemedizinische Sprechstunde unter 04461/74300. Zur Vorbereitung hierauf können Sie sich unseren allgemeinen Fragebogen herunterladen.

Immunität

Eine durchgemachte Infektion sorgt für eine langanhaltende, serotypenspezifische Immunität aber bedeutet keinen Schutz vor Infektionen mit anderen Serotypen. Eine Zweitinfektion mit einem anderen Serotyp verläuft meist deutlich schwerer.

Fortbildungszertifikat der ÄKN für Dr. Markus Ennen 2016

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